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058 272 52 52 | info@zhbsd.ch

Die Forschung am Zürcher Blutspendedienst SRK (ZHBSD) ist breit abgestützt und praxisnah. Sie gliedert sich in laborbasierte und klinische Forschungsbereiche mit dem Ziel, die Sicherheit, Effizienz und Qualität in der Transfusionsmedizin kontinuierlich zu verbessern.

Im Zentrum stehen sowohl molekulargenetische Untersuchungen als auch die Entwicklung und Optimierung transfusionsmedizinischer Verfahren. Die klinische Forschung ist eng mit der Patientenversorgung verknüpft und trägt dazu bei, die Anwendung von Blutprodukten evidenzbasiert weiterzuentwickeln.

Forschungsprojekte

Etablierung und Anwendung molekulargenetischer Methoden in der immunhämatologischen Diagnostik

Vor einigen Jahren wurde die Long-Read-Sequenzierung auf Basis der sogenannten Nanopore-Technologie etabliert. Diese erlaubt es, Blutgruppengene über ihre gesamte Länge hinweg zu sequenzieren und somit sowohl auf individueller als auch auf Populationsebene präziser zu charakterisieren. Zudem wird in diesem Zusammenhang auch an Methoden geforscht, die eine umfassende Vorhersage aller Blutgruppenantigene erlauben. Besonders für Patientinnen und Patienten mit regelmässigem Transfusionsbedarf könnte dies in Zukunft von grossem Nutzen sein.

Molekulargenetische Analyse serologisch auffälliger Blutproben

Bei serologisch auffälligen Proben, deren Ursache mit traditionellen molekulargenetischen Methoden nicht aufgelöst werden konnte, wenden wir zunehmend Nanopore-Sequenzierung an. Dies hat bereits zur Entdeckung bislang unbeschriebener struktureller oder regulatorischer Genvarianten geführt (Refs). Unser Schwerpunkt liegt dabei auf komplexen Antigensystemen wie RH und MNS auf Erythrocyten oder HNA1 auf Neutrophilen. Wir freuen uns über Kooperationen zur Untersuchung serologisch auffälliger Proben und stehen für gemeinsame Projekte jederzeit gerne zur Verfügung.

Fetale Rhesusbestimmung

Das Rhesus-D-Antigen (RhD) ist ein klinisch sehr wichtiges Blutgruppenmerkmal. Etwa 15 % der Schweizer Bevölkerung sind RhD-negativ. Ist eine RhD-negative Frau mit einem RhD-positiven Fetus schwanger, kann ihr Immunsystem Antikörper gegen das Rhesus-D-Antigen bilden, die in späteren Schwangerschaften zu schweren Komplikationen führen können.

Heute kann der RhD-Status des ungeborenen Kindes bereits früh und nicht-invasiv aus dem Blut der Mutter bestimmt werden. Diese Untersuchung wird in der Schweiz seit 2020 zwischen der 18. und 24. Schwangerschaftswoche empfohlen und ermöglicht es, in rund 40 % der Fälle auf eine Anti-D-Prophylaxe zu verzichten.

Die Blutspende Zürich bietet diese Diagnostik seit 2023 an. Die Methode ist ab der 12. Schwangerschaftswoche validiert, zeigt eine hohe diagnostische Genauigkeit und ermöglicht zudem den Nachweis seltener mütterlicher RHD-Genvarianten.

Entwicklung Wundheilungs-Adjuvans zur verbesserten Heilung von chronischen Wunden

Die stimulierende Wirkung von Wachstumsfaktoren und Zytokinen auf die Heilung von chronischen und hartnäckigen Wunden ist bereits seit vielen Jahren bekannt. Mittels z.B. Thrombozytenkonzentraten oder plättchenreichem Plasma (Platelet-Rich-Plasma, PRP) können solche Wachstumsfaktoren und Zytokinen durch den Blutspendedienst Zürich zur Entwicklung von Wundheilungs-Adjuvanzien bereitgestellt und im Rahmen von Forschungskollaborationen erforscht werden. 

Hinweis: HIT-Vortrag vom 2. Juni 2026| Deutsch

Beschleunigung der Wundheilung durch Plättchenpräparate bei chronischen Wunden – Klinische Anwendungsbeobachtung/ Fallberichte

Referent: Dr. med. Martin Reber
Host: Dr. rer. nat. Steffen Zeisberger

Weiterentwicklung autologe Serumaugentropfen (ASAT)

Autologe Serum-Augentropfen (ASAT) aus Eigenblut werden zur Behandlung schwerer Erkrankungen der Augenoberfläche eingesetzt. Sie finden Anwendung beim Syndrom des trockenen Auges (Dry Eye Syndrom, Keratoconjunctivitis sicca), Verletzungen der Cornea, sowie bei Patienten, welche konventionelle Therapien nicht mehr vertragen. Als Zweitlinientherapie werden sie zur Symptomlinderung oder Heilung eingesetzt. Um eine sichere Patientenversorgung zu gewährleisten, entwickelt der Blutspendedienst Zürich die Herstellungsmodalitäten kontinuierlich weiter und steht in engem Kontakt und Austausch zu den behandelnden Ophthalmologen und ihren Patienten.

HIT-Vorträge

Erfahrungen mit autologen und allogenen Serum-Augentropfen 
Referentin: Prof. Dr. Birgit Gathof-Leven
Datum: 02.09.2025
Sprache: Deutsch

Autologe und allogene Augen-Serum Tropfen
Referent: Dr. med. Frank Blaser, Stv. Klinikdirektor, Augenklinik, Universitätsspital Zürich
Datum: 01.04.2025
Sprache: Deutsch

Kein passendes Forschungsprojekt vorhanden.


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